Fliegenfischen und Angeln – Unterschiede

Beim Fliegenfischen werden besondere Köder benutzt, die die natürlichen Beutetiere der Fische imitieren. Diese Köder sind so leicht, dass sie mit herkömmlichem Angelgerät nicht ausgebracht werden können. Es bedarf einer speziellen Schnur, deren Eigengewicht den Angler beim Ausbringen der Fliege unterstützt. Darüber hinaus muss beim Fischen mit Fliegen eine besondere Wurftechnik beherrscht werden, damit der Köder über eine angemessene Reichweite ausgebracht werden kann. Zu unterscheiden ist zwischen Rutenarm und Schlaufenarm: Der Rutenarm bringt die Fliege aus, der Schlaufenarm lässt Schnur nachlaufen, um größere Distanzen zu erreichen. Der Rutenarm ist in Wurfausgangsstellung angewinkelt, mit zum Wasser weisender Rutenspitze. Die Rutenspitze wird in fließender Bewegung nach vorne gebracht, wieder zurückgenommen und schließlich nach vorne abgesenkt. Dabei bleibt das Handgelenk starr. Der Vorwurf wird, in Ziffernblattanalogie gesprochen, zwischen 10 und 11 Uhr gestoppt, der Rückwurf bei 1 Uhr. Die Vorwärtsabsenkung endet auf 9 Uhr. Gute Fliegenangler können mit nachgegebener Schnur aus der Schnurhand Distanzen von 30 Metern und mehr erreichen.

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