Tipps und Tricks fürs Fliegenangeln

Das Selbstbinden von Fliegen ist eine reizvolle handwerkliche Herausforderung für den fortgeschrittenen Fliegenfischer – Einsteiger in den Sport sollten aber auf das reiche Sortiment des Handels zurückgreifen. Die Rute wird nach der bevorzugt bejagten Fischart ausgewählt. Kleineren Sorten wie Weißfischen oder Forellen genügt eine Rute der Schnurklasse 5. Wer mit dem Streamer auf größere Raubfische gehen will, ist mit einer Schnurklasse-8-Rute gut beraten. Als Schnur kann eine WF-Schnur genommen werden, die sogenannte Keulenschnur. Sie sollte schwimmend, also mit dem Kürzel ‚F‘ für floating versehen sein. Die Wahl der Rolle ist nicht so entscheidend, denn auch mit einer einfachen Rolle ist ein größerer Fang zu machen. Über die Verwendung der Fliege entscheidet außerdem die Wasserbeschaffenheit. Während in tiefem Wasser größere Muster zu bevorzugen sind, sollte man in seichteren Gewässern zu kleineren greifen. Wasser mit starker Strömung braucht einfache, buschige Muster ohne hohen Imitationsgrad, gering strömende Gewässer das Gegenteil. In klarem Wasser genügen naturfarbene Fliegen, in getrübtem auffällig gefärbte. Auch die Tageszeit und Umweltbedingungen entscheiden über die richtige Fliege für den Angelerfolg. Naturbeobachtung ist hier der Weg zum Ziel. Man wird am Abend mit Nymphenmustern keinen Fisch anlocken können, ebenso wenig, wie man an einem Sommermittag mit einer Köcherfliegenimitation etwas an die Angel bekommt.

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