Welche Fliegen gibt es?

Im Handel sind tausende von Fliegenmustern zu erwerben. Passionierte Fliegenfischer stellen ihre Fliegen selbst her – ein handwerklich anspruchsvolles und zeitaufwändiges Hobby. Grundsätzlich ist zwischen vier Arten von Fliegen zu unterscheiden: den Nass-, den Trockenfliegen, den Nymphen und den Streamern. Die Trockenfliege gilt als verbreitetster Köder für die Fliegenfischerei. Sie imitiert ein auf dem Wasser schwimmendes Insekt. Um den Schwimmeffekt zu erreichen, wird die Trockenfliege gefettet oder unter Verwendung von schwimmfähigem Material, z. B. Rehhaar, hergestellt. Trockenfliegen fangen v. a. solche Fische, die zur Nahrungsaufnahme an die Oberfläche steigen. Der Nassfliegenköder sinkt unter die Wasseroberfläche und imitiert tote Insekten oder schlupfbereite aufsteigende Nymphen. Auch die Köder fürs Nymphenfischen sinken ab, imitieren aber das Larvenstadium von Insekten. Das Streamerfischen ist auf Raubfische ausgerichtet und arbeitet mit Ködern, die mit eigentlichen Fliegen nur durch die Verwendung des gleichen Arbeitsmaterials verwandt sind: Sie imitieren Mäuse, Fische o. ä. Für den Einsteiger ins Fliegenangeln ist es bei dem großen Angebot eine wichtige Frage, wann er welche Fliegen anbringen soll. Unter den Nymphen hat sich die Goldkopfnymphe bewährt, am besten mit dunkler Brust und hellem Körper in Hakengröße 12 und 14. Bei den Streamern ist der Wooly Bugger, Hakengröße 2 bis 6, ein Universalköder, der fast jeden Fisch fängt. Ein gutes Einsteigermuster für Trockenfliegen ist die Adams, auch Märzbraune genannt, am besten in dezenter Farbgestaltung und in Hakengröße 16.

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